Et kütt wie et kütt, pflegen die Kölner zu sagen, und ‘Et hätt noch immer allet jut jejange’. Die Sprichwörter in der rheinischen Mundart zeigen es ganz deutlich, der Kölner an sich hat die Ruhe weg. Das ganz besondere Lebensgefühl der Bewohner der Rheinmetropole äußert sich im kölschen Dialekt, der im Theater genauso wie in der Musik und im Alltag zu finden ist. Fröhlich, pragmatisch und kritisch Obrigkeiten gegenüber, das sind klassische Eigenschaften, die dem Kölner zugesprochen werden; wer schon einmal in der Stadt war, der wird das bestätigen können. In den Texten von BAP, Brings und den Höhnern, den drei bekanntesten Kölschbands, hört man das genauso wie im Theater des berühmten Sohnes der Stadt, Willy Millowitsch.
‘Mer losse d’r Dom in Kölle’
Denkt man an Köln, hat man gleich den Dom vor Augen. Die Kölner vergehen vor Rührung, wenn sie nach einem Urlaub mit dem Zug in die Stadt einrollen und die Spitze des Wahrzeichens entdecken. Emotional ist die Beziehung zu diesem imposanten und gar nicht so freundlich aussehenden Gebäude und die Kölner sind so stolz auf das Bauwerk, als wären sie selbst an dessen Errichtung beteiligt gewesen.
‘Drings de ejne met?’
Neben dem Dom ist es das lokale Bier, was internationale Bekanntheit erlangt hat. Nach dem Reinheitsgebot hergestellt, ist das helle obergärige Vollbier, traditionell in Kölsch-Stangen serviert, das liebste Getränk der ansässigen Bevölkerung. Serviert wird es besonders in der Kölner Altstadt rund um den Neumarkt und den Alter Markt in traditionellem Brauhäusern, in denen neben dem Bier auch der Wirt, der sogenannte ‘Köbes’, Attraktion ist. Der sorgt mit einem immer gut gefüllten Kölsch-Kranz so lange ungefragt für Nachschub, bis man einen Bierdeckel als Stop-Zeichen auf das leere Glas legt.
Bützchen am Fastelovend
Ebenso bekannt wie das Bier ist die 5. Jahreszeit, die traditionell am 11.11 um 11:11 Uhr beginnt. Die Kölner lieben ihren Karneval und es ist schwer, sich dem zu entziehen. Besonders der Rosenmontagszug und die Weiberfastnacht wird ausgiebigst und feucht-fröhlich gefeiert – und durch die Straßen der Stadt schallt der Ruf ‘Kölle Alaaf’ aus Tausenden von Kehlen.
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