
© Jessica Blanc - Fotolia.com
In Rio steht derweil Sunny an der Bar. Eine schlanke Dame mit Blumenkette im Haar. “Welcome in Rio”, wird sie sagen. Und zwar freundlich. Denn vielleicht haben Köln und Rio auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam – was die Architektur und das Wetter angeht. Doch wenn etwas einen treffenden Vergleich bietet, dann ist die “Kölsche Frohnatur” und der “brasilianische Samba“, beides gepaart mit der Liebe zur Gastfreundschaft. Doch damit nicht genug: In beiden Städten ist der Karneval wohl das Mega-Event des Jahres.
Und zwischen beiden Städten gibt es sogar eine Partnerschaft. Die erste brasilianisch-deutsche Städtepartnerschaft auf deutschem Boden. Zusammengebracht hat sie der Fußball. Doch nicht etwa, weil die Brasilianer den FC so lieben – andersherum die Kölner die Nationalmannschaft der Brasilianer vielleicht schon –, sondern weil die WM 2006 in Deutschland den Ausschlag gegeben hat. Kölns Bürgermeisterin ging damals in Brasilien auf “Werbetour” sozusagen. Sie wollte die Brasilianer damals überzeugen, dass sie doch Köln zur WM besuchen sollen.
7.000 Besucher sind es damals geworden. Allein in Köln und Umgebung leben und lebten schon 15.000 Brasilianer. Vielleicht sind in der Zwischenzeit noch einige mehr hinzugekommen. Feiern können beide – ob nun an der Copacabana oder auf dem Vorplatz des Doms in Köln. “Mit Blickuffe Rhin.”


