Historische Denkmäler

Kölner Dom, Quelle: Templermeister / pixelio.de

Dass sich ein Besuch der Stadt Köln auch unabhängig und abseits des Karnevals lohnt, mag manchem vielleicht sogar schon klar gewesen sein. Dass Köln aber auch vom historischen Potential, der Möglichkeit, Geschichte direkt und hautnah zu erleben, eine Menge bietet, ist vielleicht für den einen oder anderen noch eher ein Novum.

Dies ist in erster Linie dadurch begründet, dass die Entstehung und die Ursprünge der Stadt bis weit in die Zeiten des Römischen Reiches zurückreichen. Das damalig römische „Colonia“ war in erster Linie durch eine starke Befestigung gegen die Römer gekennzeichnet, dessen Überreste in Form von Mauern, Türmen und Toren noch heute gut erkennbar sind. Da die Stadtmauern im Mittelalter noch ein weiteres Mal zusätzlich erweitert wurden, sind auch viele mittelalterliche Relikte wie das Kölner Eigelsteintor, das Overstolzenhaus, das Bürgerhaus St. Peer und der Rathausturm erhalten geblieben, die Geschichtsinteressierten sicher einen Besuch oder auch eine Führung wert sind.

Dazu verteilen sich über die gesamte Ausdehnung der Stadt Köln eine große Zahl von spannenden und auch optisch durchaus attraktiven Denkmälern. Einem der Stadtpatrone der Stadt Köln, der heilige Gereon ist ein Denkmal in Form eines Kopfes an der nach ihm benannten Kirche gewidmet, dass an die römische Zeit erinnert und ebenso wie die an dieser Kirche stehende neugotische Kölner Mariensäule einen Besuch wert ist. Überhaupt sind viele verschiedene Denkmäler mit kirchlichem Zusammenhang in Köln zu entdecken. So ist ein echter Geheimtipp für historisch Interessierte auch das Denkmal des heiligen Severin vor der nach ihm benannten Kirche, der der dritte Bischof von Köln war. Dieses Gedenken an Kirchenväter setzt sich baulich zur Minoritenkirche fort, vor der ein Denkmal für den katholischen Priester Adolf Kolping platziert ist, der sich sozial für Handwerksgesellen engagierte, mit welchem er auch auf diesem Denkmal abgebildet ist.

Aber auch an politischen Bildnissen mangelt es der Stadt nicht, am Heumarkt ist ein Reiterdenkmal für König Friedrich Wilhelm III. Von Preußen in Form eines Abbilds aufgestellt, das von historisch bedeutenden Figuren eingerahmt wird. In diesem Zusammenhängen lädt auch der Besuch des Denkmals des Jan-von-Werth ein, das auf dem alten Markt aufgestellt an den Reitergeneral aus dem dreißigjährigen Krieg erinnert, in welchem er das Fürstentum Köln verteidigte.

Fans und Interessierte der neueren Geschichte können aber in Köln ebenso auf ihre Kosten kommen, sei es vor dem Bahnhof die Statue zum Gedenken des Erfinders des Otto-Motors oder die Statue des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer vor der Kirche St. Aposteln. Hier findet natürlich auch der Status Kölns als Hauptstadt des Karnevals sein in Stein gemeißeltes Abbild. An der Severinbrücke beziehungsweise am Jupp-Schmitt-Plätzchen sind den Karnevalskomponisten Karl Bebuir und Jupp Schmitz gedacht.

Wer den besonderen Geist und Humor der Kölner kennen lernen und verstehen will, für den lohnt sich ganz besonders ein Besuch des Denkmals Tünnes und Schal. Den beiden Figuren sind typisch kölnische Eigenschaften zugeschrieben: Tünnes ist humorvoll, gutmütig und rundlich, während Schäl schlank und im Anzug mit listigem Charakter dargestellt ist. Beiden ist jedoch der bissiger Humor eigen, der über das ganze Stadtgebiet bei den Kölnern sehr populär ist.

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